Lohnverrechnungssoftware — auch Lohnverrechnungsprogramm, Payroll-Software oder Lohnberechnungssystem genannt — ist jede technische Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, die Löhne und Gehälter ihrer Dienstnehmer automatisiert, fehlerfrei und rechtssicher zu berechnen und auszuzahlen. Sie übernimmt die Berechnung von Brutto- und Nettobezügen, berücksichtigt Sozialversicherungsbeiträge nach ASVG, bildet Kollektivvertragsregelungen ab, erstellt den gesetzlich vorgeschriebenen Lohnzettel und ermöglicht die elektronische Kommunikation mit der ÖGK und dem Finanzamt. Auf HRNeeds vergleichen Sie über 100 Lösungen für Österreich — kostenlos, unverbindlich und vollständig anbieterunabhängig.
Die Lohnverrechnung ist eine der komplexesten und sensibelsten Aufgaben im Personalwesen: Sie berührt hochsensible Dienstnehmerdaten, unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben des österreichischen Arbeitsrechts (AVRAG, ArbVG, ASVG), und erfordert absolute Präzision — bei der Berechnung von SV-Beiträgen, Lohnsteuer, Dienstgeberbeitrag (DB), Zuschlag zum DB (DZ) sowie den unzähligen kollektivvertraglichen Sonderregelungen österreichischer Branchen.
HRNeeds ist eines der führenden Vergleichsportale für HR-Software in der DACH-Region. Mit über 100 Lösungen für Österreich ermöglichen wir Unternehmen einen anbieterunabhängigen, kostenlosen Softwarevergleich — ohne Provisionsmodelle oder Anbieterinteressen.
Dieser Leitfaden erklärt, was Lohnverrechnungssoftware für Österreich leistet, welche gesetzlichen Grundlagen nach AVRAG, ArbVG und ASVG gelten, welche Funktionen bei KV-Verwaltung und ÖGK-Meldewesen entscheidend sind — und wie Sie die richtige Lösung für Ihr Unternehmen finden.
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LOHNVERRECHNUNG
Gemäß § 2 AVRAG (Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz) ist jeder Dienstgeber in Österreich verpflichtet, dem Dienstnehmer den Inhalt des Dienstvertrags schriftlich in einem Dienstzettel zu bestätigen. Darüber hinaus muss bei jeder Lohnzahlung ein Lohnzettel (Gehaltszettel) ausgehändigt werden, der Bruttobezug, alle Abzüge und den Nettobetrag ausweist. Moderne Lohnverrechnungssoftware übernimmt diese Pflichten vollständig, automatisiert und rechtssicher — inklusive elektronischer Meldungen an ÖGK und Finanzamt.
| Rechtsgrundlage | Inhalt |
|---|---|
| AVRAG (Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz) | Regelt den Dienstzettel (Pflichtinhalt des Dienstvertrags), Arbeitnehmerüberlassung und Betriebsübergang. Zentral für die korrekte Abbildung von Dienstverhältnissen. |
| ArbVG (Arbeitsverfassungsgesetz) | Betriebsratsrechte, kollektive Rechtsgestaltung (Kollektivvertrag), Mitbestimmungsrechte bei personellen Maßnahmen. Relevant für KV-Abbildung in der Lohnsoftware. |
| ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz) | Pflichtversicherung: Dienstnehmer- und Dienstgeberanteil zur Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung. Meldepflicht an die ÖGK. Beitragssätze werden jährlich aktualisiert. |
| Kollektivvertrag (KV) | Branchenspezifische Mindestlöhne, Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld), Überstundenregelungen und Zuschläge. In Österreich für die meisten Branchen verpflichtend. Muss in der Lohnsoftware vollständig abgebildet sein. |
| Lohnsteuerrecht (EStG) | Lohnsteuerberechnung nach Tarif, Absetzbeträge (z.B. Verkehrsabsetzbetrag, Pensionistenabsetzbetrag), Lohnsteuerausgleich und Arbeitnehmerveranlagung. |
| Dienstgeberbeitrag (DB) / DZ | DB (4,5 % der Bruttolohnsumme) an den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sowie DZ (Zuschlag zum DB) an die jeweilige Wirtschaftskammer (WKO) sind monatlich abzuführen. |
| DSGVO / DSG | Österreich hat die DSGVO über das nationale Datenschutzgesetz (DSG) umgesetzt. Lohnverrechnungsdaten sind besonders sensible Daten; ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist bei Cloud-Lösungen verpflichtend. |
| Kommunalsteuer (KommSt) | Kommunalsteuer (3 % der Bruttolohnsumme) ist monatlich an die jeweilige Gemeinde abzuführen. Gilt für alle Dienstgeber mit Betriebsstätte in Österreich. |
Eine vollständige Lohnverrechnungssoftware für Österreich berechnet automatisiert Brutto- und Nettobezüge, verwaltet SV-Beiträge nach ASVG, bildet Kollektivverträge vollständig ab, übermittelt Meldungen elektronisch an ÖGK und Finanzamt, archiviert alle Dokumente revisionssicher und stellt Lohnzettel digital bereit. Moderne Systeme integrieren sich nahtlos in Zeiterfassung, Abwesenheitsmanagement und Finanzbuchhaltung.
1. Automatisierte Lohnberechnung
Das System berechnet Brutto- und Nettobezüge vollautomatisch — für Angestellte, Arbeiter, Teilzeitkräfte, geringfügig Beschäftigte und freie Dienstnehmer. Eingebaute Plausibilitätsprüfungen erkennen Datenfehler. Digitale Assistenten unterstützen bei Sonderfällen: Lohnpfändung, Kurzarbeit, betriebliche Altersvorsorge, Mutterschutz.
2. Sozialversicherungsabrechnung (ASVG)
Die Software berechnet alle Pflichtversicherungsbeiträge nach ASVG automatisch und auf aktuellem Rechtsstand: Dienstnehmer- und Dienstgeberanteile für Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, Dienstgeberbeitrag (DB), Zuschlag zum DB (DZ) sowie Kommunalsteuer. Gesetzesänderungen werden per Software-Update automatisch berücksichtigt.
3. Kollektivvertrags-Management
In Österreich ist die korrekte Abbildung des jeweiligen Kollektivvertrags entscheidend. Gute Lohnverrechnungssoftware hinterlegt alle relevanten KV-Parameter: Mindestlöhne nach Verwendungsgruppe und Dienstjahren, Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsremuneration), Überstunden- und Mehrarbeitszuschläge sowie Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge.
4. ÖGK-Meldewesen & ELDA
Gute Lohnverrechnungssoftware übermittelt alle Meldungen direkt über ELDA (Elektronischer Datenaustausch mit Sozialversicherungsträgern): An- und Abmeldungen, Monatsmeldungen (mBGM), Beitragsnachweisungen und Jahresmeldungen an die ÖGK. Die elektronische Kommunikation mit dem Finanzamt (LSTÜ, Jahreslohnzettel L16) wird ebenfalls vollständig abgebildet.
5. Zeiterfassung & Abwesenheitsmanagement
Die Integration von Zeiterfassungsdaten ist ein zentrales Qualitätsmerkmal. Überstunden, Urlaubsguthaben, Krankenstandstage und Feiertagsabgeltungen werden direkt in die Lohnberechnung übernommen. Urlaubsansprüche nach Dienstjahren und KV-Regelungen werden automatisch verwaltet.
6. Personalkosten-Monitoring & Reporting
Gute Lohnverrechnungssoftware zeigt Personalkosten auf Kostenstellen, Abteilungen und Dienstnehmergruppen aufgeschlüsselt. HR und Finanzabteilung können Lohnentwicklungen auswerten, Budgetplanungen unterstützen und detaillierte Reports erstellen — auch für Betriebsprüfungen des Finanzamts.
7. Mitarbeiter-Self-Service-Portal (ESS)
Dienstnehmer greifen über ein personalisiertes Portal auf ihre Lohnzettel zu, können persönliche Daten und Bankverbindungen aktualisieren und erhalten jederzeit Antworten zu Bezügen und Abzügen. Das entlastet die Personalverrechnung erheblich und reduziert Routineanfragen.
| Funktion | Basisfunktion | Erweiterte Funktion |
|---|---|---|
| Lohnberechnung | Brutto/Netto automatisch | Alle Beschäftigungsarten, Sonderfälle (KU, Pfändung, bAV) |
| SV-Beiträge (ASVG) | Pflichtversicherung Grundberechnung | Automatische Satzanpassung, DB/DZ/KommSt |
| Kollektivvertrag | Grundlohn nach KV-Tabelle | Vollständige KV-Abbildung inkl. Zuschläge und Sonderzahlungen |
| ÖGK / ELDA Meldewesen | An-/Abmeldung, mBGM Grundmeldungen | Jahresmeldungen, LSTÜ, L16, Jahreslohnzettel |
| Zeiterfassung | Manuelle Eingabe | Automatische Integration, Urlaubskontenverwaltung nach KV |
| Reporting | Standard-Lohnberichte | Kostenstellen, Lohnentwicklung, Betriebsprüfungssicherheit |
| Self-Service | Lohnzettel-Abruf | Datenpflege, Bankwechsel, Urlaubsbezug, Gehaltshistorie |
Lohnverrechnungssoftware entlastet österreichische Unternehmen, indem sie wiederkehrende Abrechnungsschritte automatisiert, Berechnungen vereinheitlicht und dadurch Fehlerquellen deutlich reduziert. Gleichzeitig unterstützt sie die Einhaltung relevanter Vorgaben wie AVRAG, ArbVG und ASVG und sorgt für den DSGVO-konformen Umgang mit sensiblen Dienstnehmerdaten. Besonders wichtig ist die korrekte automatische Berücksichtigung von Kollektivverträgen: Fehler bei KV-Einstufungen oder Berechnungen können hohe Nachzahlungen auslösen und das Risiko bei Prüfungen erheblich erhöhen.
Lohnverrechnungssoftware sorgt dafür, dass Mitarbeitende zuverlässig, fristgerecht und korrekt bezahlt werden. Dabei berücksichtigt sie auch variable Faktoren wie Urlaube, Krankenstände oder neue gesetzliche Vorgaben, ohne dass die Abrechnung dadurch ins Stocken gerät.
Moderne Lohnverrechnungssoftware spart Unternehmen jeden Monat Stunden an Bearbeitungszeit. Routineaufgaben — von der Berechnung bis zur Überweisung und den ÖGK-Meldungen — werden automatisch erledigt.
Automatisierte Berechnungslogiken und klar hinterlegte Regeln reduzieren typische Abrechnungsfehler deutlich. Sozialversicherungsbeiträge, Ansprüche aus Kollektivverträgen und Lohnsteuerabzüge werden systemseitig korrekt ermittelt, ohne dass manuelle Kontrollrechnungen erforderlich sind.
Gute Lohnverrechnungssoftware wird laufend aktualisiert: neue ASVG-Beitragssätze, KV-Lohnerhöhungen, Änderungen im Lohnsteuerrecht. So bleibt Ihr Unternehmen stets compliant — ohne manuelle Eingriffe durch die Personalverrechnung.
Personalkosten sind der größte Ausgabenblock der meisten Unternehmen. Lohnverrechnungssoftware liefert Echtzeit-Einblicke in Personalkosten nach Kostenstelle, Abteilung und Dienstnehmergruppe.
Lohnverrechnungen umfassen besonders schützenswerte personenbezogene Informationen. Eine professionelle Lohnverrechnungssoftware sorgt deshalb für eine sichere, verschlüsselte Ablage aller Dokumente auf Servern innerhalb der EU und verarbeitet die Daten im Einklang mit der DSGVO. Wird eine Cloud-Lösung eingesetzt, sollte zudem ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Anbieter verbindlich abgeschlossen werden.
Bei Unternehmenswachstum oder zusätzlichen Kollektivverträgen passt die Lohnverrechnungssoftware die relevanten Abrechnungsregeln automatisch an. Neue Dienstnehmer müssen dadurch nicht jedes Mal manuell einzeln konfiguriert werden.
Cloudbasierte Lohnverrechnungssoftware (SaaS) wird über das Internet bereitgestellt, auf Servern des Anbieters gehostet und laufend aktualisiert — ohne eigene IT-Infrastruktur. Da sich die österreichischen Lohnverrechnungsanforderungen regelmäßig ändern (ASVG-Sätze, KV-Anpassungen, Lohnsteuerrecht), ist die automatische Gesetzesanpassung der größte Vorteil cloudbasierter Systeme.
Automatische Updates für ASVG-Beiträge und Kollektivvertragserhöhungen – ohne manuellen Aufwand in der Personalverrechnung.
Cloud-Lösungen skalieren problemlos: ob 10 oder 5.000 Dienstnehmer, ob neue Standorte oder neue Kollektivverträge hinzukommen — das System bleibt einfach bedienbar.
Cloud-Systeme ermöglichen die Auswertung standortübergreifender Lohndaten — für einen Gesamtüberblick über Personalkosten und eine fundierte Vergütungsstrategie.
Cloudbasierte Lohnverrechnungssoftware erfordert keine eigene Server-Infrastruktur. Das reduziert die Gesamtbetriebskosten erheblich — besonders für KMU ohne eigene IT-Abteilung.
HR-Teams und Mitarbeitende können Lohnzettel bequem per Browser oder App abrufen – unabhängig davon, wo sie arbeiten oder welches Gerät sie nutzen. Das ist besonders praktisch für Unternehmen mit verteilten Standorten, mobilen Mitarbeitenden oder Remote-Teams.
Für die Lohnverrechnung in Österreich stehen Unternehmen grundsätzlich drei Wege offen: Sie können die Abrechnung intern (Inhouse) mit eigener Software durchführen und behalten damit maximale Kontrolle sowie effiziente Prozesse. Alternativ lässt sich die Lohnverrechnung an eine Steuerberatung oder ein spezialisiertes Lohnverrechnungsbüro auslagern, wodurch externe Expertise genutzt wird und die Kosten meist pro Abrechnung anfallen. Für komplexere Organisationsstrukturen oder internationale Beschäftigungsverhältnisse kommt zudem ein Full-Service-Outsourcing über spezialisierte Payroll-Dienstleister infrage. Welche Variante am besten passt, richtet sich vor allem nach Unternehmensgröße, verfügbaren internen Ressourcen und der Komplexität der jeweiligen Lohn- und Beschäftigungsstruktur.
| Kriterium | Option 1: Inhouse | Option 2: Steuerberater / Lohnbüro | Option 3: Full-Service Outsourcing (BPO) |
|---|---|---|---|
| Kontrolle | Volle Kontrolle über Daten und Prozesse | Abhängigkeit vom externen Partner | Teildelegation der Datenkontrolle |
| Rechtssicherheit | Eigene Verantwortung — laufende Updates nötig | Fachkompetenz des Steuerberaters | Vollständige Auslagerung des Compliance-Risikos |
| Kosten (laufend) | Lizenzgebühr der Software (skalierbar) | € 15–35 pro Abrechnung (marktüblich) | Vertragsbasiert |
| Flexibilität | Hoch — individuell anpassbar | Begrenzt — abhängig vom Anbieter | Hoch — saisonal skalierbar |
| Geeignet für | KMU mit wachsender Dienstnehmerzahl | Kleinstunternehmen, Gründer | Komplexe Strukturen, internationale DN |
| FIBU-Schnittstelle | BMD-/RZL-Schnittstelle vereinfacht Übergabe | Standard bei Steuerberater-Nutzung | Individuell vertraglich geregelt |
Hinweis für die österreichische Praxis: Die Integration mit den in Österreich verbreiteten Steuerberatungssystemen BMD und RZL ist bei der Software-Auswahl ein wichtiges Kriterium — insbesondere wenn Sie mit einem externen Steuerberater zusammenarbeiten. Fragen Sie bei der Evaluierung explizit nach diesen Schnittstellen.
Kleine und mittlere Unternehmen in Österreich benötigen einfach bedienbare, kostengünstige Cloud-Lösungen mit automatisierter Grundfunktionalität, KV-Verwaltung und integrierter Zeiterfassung. Große Unternehmen und Konzerne brauchen skalierbare Systeme mit individueller KV-Anpassbarkeit, vollständigem ÖGK-Meldewesen, ERP-Integration und umfassenden Reporting-Tools für mehrere Standorte.
| Kriterium | KMU (bis ca. 250 DN) | Mittelstand / Großunternehmen |
|---|---|---|
| Benutzeroberfläche | Intuitiv, minimaler Schulungsaufwand | Konfigurierbar, rollenspezifisch |
| Kosten | Cloud SaaS, günstige monatliche Lizenz in EUR | Enterprise-Lizenz oder On-Premise |
| Automatisierung | Standard KV-Berechnungen, Grundmeldewesen ÖGK | Alle KV-Sonderfälle, komplexe Zuschlagsregelungen |
| Skalierbarkeit | Modularer Einstieg, Erweiterung möglich | Muss mit tausenden DN und Standorten skalieren |
| ERP-Integration | Optional / begrenzt | Unverzichtbar (SAP, Oracle u.a.) |
| Compliance & Reporting | Standard-Reports, DSGVO, ÖGK-Meldungen | Multi-Standort, Betriebsprüfungssicherheit, International |
| Support | Online, Chat, Standard-Hotline | Dedizierter Ansprechpartner, SLA |
Künstliche Intelligenz sorgt in modernen Lohnverrechnungssystemen für deutlich intelligentere und effizientere Payroll-Prozesse. KI-basierte Funktionen können Auffälligkeiten in Abrechnungen früh erkennen, anspruchsvolle Sonderfälle aus Kollektivverträgen automatisiert verarbeiten, Muster in Personalkosten auswerten und verlässliche Prognosen für die strategische Personal- und Budgetplanung bereitstellen.
KI-gestützte Systeme prüfen Lohnverrechnungsdaten laufend auf Auffälligkeiten. Ungewöhnliche Lohnveränderungen, unvollständige Pflichtangaben oder widersprüchliche Daten aus der Zeiterfassung werden automatisch erkannt, hervorgehoben und zur weiteren Kontrolle an die zuständigen Personen weitergeleitet.
KI kann auf Basis vergangener Lohndaten zukünftige Personalkosten berechnen und Entwicklungen frühzeitig sichtbar machen. Gleichzeitig lassen sich Einspar- oder Optimierungspotenziale erkennen, sodass die Budgetplanung nicht auf Schätzungen, sondern auf belastbaren Daten und Prognosen aufbaut.
Komplexe österreichische Sonderfälle wie Überstundenentgeltnachzahlungen, Abfertigungsberechnungen (Abfertigung alt/neu), Urlaubsersatzleistungen oder Kurzarbeitszuschüsse werden von KI-gestützten Systemen zuverlässig korrekt abgerechnet.
KI-gestützte Lohnverrechnungssysteme halten abrechnungsrelevante Vorgaben kontinuierlich im Blick. Änderungen wie neue ASVG-Beitragssätze, Anpassungen in Kollektivverträgen oder aktualisierte DSGVO-Anforderungen werden automatisch berücksichtigt und direkt in die Berechnungslogik übernommen.
Die richtige Lohnverrechnungssoftware für Österreich zeichnet sich aus durch: vollständige ASVG-Beitragsabrechnung, umfassendes Kollektivvertrags-Management, ÖGK-Meldewesen via ELDA, DSGVO-Konformität, BMD/RZL/SAP-Schnittstellen sowie regelmäßige Updates bei Gesetzesänderungen. Ein Mitarbeiter-Self-Service-Portal und ein deutschsprachiger Support runden das Anforderungsprofil ab.
| Kriterium | Was Sie prüfen sollten |
|---|---|
| ASVG-Beitragsabrechnung | Vollständige Berechnung aller SV-Beiträge (DN+DG-Anteil); DB/DZ; Kommunalsteuer; automatische Satzanpassungen |
| Kollektivvertrags-Management | Vollständige Abbildung des relevanten KV: Mindestlöhne nach Verwendungsgruppe, Sonderzahlungen, Zuschläge |
| ÖGK / ELDA Meldewesen | An-/Abmeldungen, monatliche Beitragsnachweisungen (mBGM), Jahresmeldungen vollständig und automatisch |
| DSGVO-Konformität | EU-Serverhosting, AVV-Abschluss, ISO 27001, rollenbasierte Zugriffssteuerung |
| Schnittstellen (bidirektional) | BMD, RZL, SAP, Zeiterfassung — Datenfluss ohne manuelle Doppelpflege |
| Automatisierungsgrad | Plausibilitätsprüfungen, Assistenten für Sonderfälle, automatische Urlaubskontenverwaltung nach KV |
| Self-Service-Portal | Dienstnehmerzugang zu Lohnzetteln, Datenpflege, Bankwechsel, Dokumentendownload |
| Benutzerfreundlichkeit | Intuitives Interface, kurze Einarbeitung, deutschsprachiger Support |
| Regelmäßige Updates | Gesetzesänderungen (ASVG, KV, Lohnsteuer) werden automatisch eingespielt |
| Support-Qualität | Österreichspezifischer Fachsupport, persönlicher Ansprechpartner, definierte Reaktionszeiten |
HRNeeds-Gründer Claus Nielsen betont: „Ein oft unterschätzter Punkt ist die subjektive Benutzerfreundlichkeit: Gefällt mir das System? Kann ich damit arbeiten? Die beste Lohnverrechnungssoftware nützt nichts, wenn sie von den HR-Mitarbeitenden im Alltag gemieden wird, weil das Interface mühsam ist. Usability entscheidet über Adoption — und Adoption entscheidet über den tatsächlichen Nutzen.“
HRNeeds ist eines der führenden unabhängigen Vergleichsportale für HR-Software in der DACH-Region. Mit über 100 Lösungen ermöglichen wir österreichischen Unternehmen einen anbieterunabhängigen, kostenlosen Softwarevergleich — ohne Provisionsmodelle oder Anbieterinteressen.
| Anbieter | VL | RC | SI | RE | BF | EXB | AK | Gesamt | Kurzbegründung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| SD Worx GmbH | 1 | 1 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 1,5 | Sehr stark in Payroll-Erfahrung, Compliance und Outsourcing. |
| Infoniqa Österreich GmbH | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 1 | 2 | Breites Payroll-Angebot mit SaaS-, Outsourcing- und DACH-Fokus. |
| Abacus Umantis GmbH | 3 | 2 | 2 | 2 | 2 | 2 | 1 | 2 | Sehr starke HR-Suite und Talentmanagement-Lösung im DACH-Raum. Payroll primär über Abacus Business Software bzw. Partnerlösungen, daher weniger Payroll-Fokus als spezialisierte Anbieter. Gute Integrationsfähigkeit und Cloud-Architektur. |
| moonsoft HR Solutions GmbH | 2 | 2 | 2 | 2 | 3 | 1 | 3 | 2,1 | Österreichischer Spezialist für Personalverrechnung und HR-Prozesse. Starke lokale Gesetzes- und Kollektivvertragskompetenz, gute Integration von Payroll und Zeitwirtschaft. Weniger Skalierung und internationale Erfahrung als SD Worx oder Infoniqa, dafür hohe Nähe zum österreichischen Mittelstand und persönlicher Support. |
Die Anbieter in der Bewertungsmatrix liegen qualitativ sehr nah beieinander, da HRNeeds bei der Auswahl konsequent auf leistungsstarke und etablierte Lösungen setzt. Die Bewertungen basieren auf objektiven Kriterien und dienen ausschließlich als Orientierung. Eine finale Softwareempfehlung erfolgt daher immer individuell auf Basis der konkreten Kundenanforderungen, Prozesse und Ziele, um die bestmögliche und passgenaue Lösung zu identifizieren.
Kriterienlegende
| Kürzel | Kriterium |
|---|---|
| VL | Verrechnungslogik |
| RC | Recht & Compliance |
| SI | Schnittstellen |
| RE | Reporting |
| BF | Benutzerfreundlichkeit |
| EXB | Externe Bewertung |
| AK | Marktdurchdringung (Anzahl Kundenstamm) |
Externe Bewertung
| Note | Bewertung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1 | Sehr gut | 4,5 – 5 Sterne |
| 2 | Gut | 3,5 – 4,4 Sterne |
| 3 | Befriedigend | 2,5 – 3,4 Sterne |
| 4 | Ausreichend | 1,0 – 2,4 Sterne |
| 5 | Mangelhaft | < 1 Stern |
Marktdurchdringung (Anzahl Kundenstamm)
| Note | Bewertung | Bedeutung |
|---|---|---|
| 1 | Sehr gut | > 750 |
| 2 | Gut | > 500 |
| 3 | Befriedigend | > 250 |
| 4 | Ausreichend | > 100 |
| 5 | Mangelhaft | < 100 |
Lohnverrechnungssoftware ist eine digitale Lösung, die die Berechnung und Verarbeitung von Löhnen und Gehältern automatisiert. Sie berechnet Brutto- und Nettobezüge, verwaltet SV-Beiträge nach ASVG, bildet Kollektivverträge ab, übermittelt Meldungen via ELDA an die ÖGK, erstellt Lohnzettel und stellt alle Lohndokumente digital bereit.
Ein Lohnzettel (Gehaltszettel) in Österreich muss enthalten: den Bruttobezug, alle Abzüge (SV-Beiträge nach ASVG, Lohnsteuer, allfällige Exekutionsabzüge) sowie den Nettobezug. Zusätzlich sind Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsremuneration) gesondert auszuweisen. Für die Steuererklärung wird jährlich ein L16 (Jahreslohnzettel) an das Finanzamt übermittelt.
Der Kollektivvertrag (KV) ist eine zwischen Arbeitgeberverbänden (WKO) und Arbeitnehmervertretungen (ÖGB) ausgehandelte branchenspezifische Vereinbarung, die Mindestlöhne, Sonderzahlungen, Zuschläge und Arbeitszeitregelungen festlegt. In Österreich gilt für die meisten Branchen ein KV. Gute Lohnverrechnungssoftware bildet die relevanten KV-Parameter vollständig ab — einschließlich jährlicher Lohnerhöhungen und Sonderregelungen.
ELDA (Elektronischer Datenaustausch mit dem Sozialversicherungsträger) ist die Plattform der österreichischen Sozialversicherung für die elektronische Übermittlung von Meldungen. Über ELDA werden An- und Abmeldungen, monatliche Beitragsnachweisungen (mBGM) und Jahresmeldungen an die ÖGK übermittelt. Gute Lohnverrechnungssoftware für Österreich ist direkt mit ELDA integriert und übermittelt alle Meldungen automatisch.
Lohnverrechnungsunterlagen müssen in Österreich gemäß § 132 BAO (Bundesabgabenordnung) in der Regel 7 Jahre aufbewahrt werden. Für SV-relevante Unterlagen gelten zusätzliche Aufbewahrungspflichten gegenüber der ÖGK. Gute Lohnverrechnungssoftware archiviert alle Dokumente automatisch und rechtssicher.
Die Preise variieren je nach Anbieter und Unternehmensgröße erheblich. Cloud-Lohnverrechnungssoftware für KMU in Österreich beginnt typischerweise bei € 10–25 pro Dienstnehmer und Monat. Für mittlere Unternehmen liegen die Kosten bei € 20–60 pro Dienstnehmer und Monat — je nach Funktionsumfang und KV-Komplexität. Enterprise-Lösungen und BPO-Services werden vertragsbasiert abgerechnet. HRNeeds bietet einen kostenlosen, unabhängigen Vergleich aller Preisstufen.
In Österreich wird der Begriff ‚Lohnverrechnung‘ bevorzugt verwendet und umfasst den gesamten Prozess der Gehaltsberechnung, SV-Meldungen, Steuerabführung und Dokumentation. ‚Lohnabrechnung‘ ist ein in Deutschland häufigerer Begriff und bezeichnet im Wesentlichen denselben Prozess. In der österreichischen HR-Praxis und im Softwaremarkt wird ‚Lohnverrechnung‘ als Fachbegriff verwendet.
Ja — viele führende Lohnverrechnungslösungen für Österreich bieten direkte Schnittstellen zu den in Österreich verbreiteten Steuerberatungssystemen BMD und RZL. Diese Schnittstellen sind besonders wichtig, wenn Sie mit einem externen Steuerberater zusammenarbeiten, da sie die manuelle Doppelpflege eliminieren. Fragen Sie bei der Evaluierung explizit nach BMD- und RZL-Schnittstellen.
Ja — Österreich hat die DSGVO über das nationale Datenschutzgesetz (DSG 2018) umgesetzt. Die DSGVO gilt in Österreich unmittelbar. Lohnverrechnungsdaten sind besonders sensible personenbezogene Daten. Bei der Nutzung von Cloud-Lohnverrechnungssoftware ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) Pflicht. Serverseitig ist EU-Hosting oder ein Standardvertragsklauselwerk (SCC) erforderlich.
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