Lohnverrechnungssoftware im Vergleich

Perfekte Lohnverrechnung, perfekte Zufriedenheit – mit passgenauer Softwarelösung

Zielgerichtet zur passgenauen HR-Software

Einfach – Schnell die passgenaue HR-Software finden - europaweit
Effizient – Verkürzt die Softwareauswahl im Schnitt um 4–6 Wochen
Kostenlos – Kostenlose Softwareempfehlung & persönliche Expertenberatung
Anbieterunabhängig – Objektive Empfehlungen auf Basis Ihrer Anforderungen

Für welches Land suchen Sie eine Softwarelösung?
Kontaktdaten

Wir machen es einfach:
Für ein starkes HR.

Lohnverrechnungssoftware — auch Lohnverrechnungsprogramm, Payroll-Software oder Lohnberechnungssystem genannt — ist jede technische Lösung, die Unternehmen dabei unterstützt, die Löhne und Gehälter ihrer Dienstnehmer automatisiert, fehlerfrei und rechtssicher zu berechnen und auszuzahlen. Sie übernimmt die Berechnung von Brutto- und Nettobezügen, berücksichtigt Sozialversicherungsbeiträge nach ASVG, bildet Kollektivvertragsregelungen ab, erstellt den gesetzlich vorgeschriebenen Lohnzettel und ermöglicht die elektronische Kommunikation mit der ÖGK und dem Finanzamt. Auf HRNeeds vergleichen Sie über 100 Lösungen für Österreich — kostenlos, unverbindlich und vollständig anbieterunabhängig.

Die Lohnverrechnung ist eine der komplexesten und sensibelsten Aufgaben im Personalwesen: Sie berührt hochsensible Dienstnehmerdaten, unterliegt strengen gesetzlichen Vorgaben des österreichischen Arbeitsrechts (AVRAG, ArbVG, ASVG), und erfordert absolute Präzision — bei der Berechnung von SV-Beiträgen, Lohnsteuer, Dienstgeberbeitrag (DB), Zuschlag zum DB (DZ) sowie den unzähligen kollektivvertraglichen Sonderregelungen österreichischer Branchen.

HRNeeds ist eines der führenden Vergleichsportale für HR-Software in der DACH-Region. Mit über 100 Lösungen für Österreich ermöglichen wir Unternehmen einen anbieterunabhängigen, kostenlosen Softwarevergleich — ohne Provisionsmodelle oder Anbieterinteressen.

Dieser Leitfaden erklärt, was Lohnverrechnungssoftware für Österreich leistet, welche gesetzlichen Grundlagen nach AVRAG, ArbVG und ASVG gelten, welche Funktionen bei KV-Verwaltung und ÖGK-Meldewesen entscheidend sind — und wie Sie die richtige Lösung für Ihr Unternehmen finden.

Themenübersicht

Vergleichen Sie kostenlos & unverbindlich

zur passenden softwarelösung vom experten

LOHNVERRECHNUNG

Was ist Lohnverrechnungssoftware — und was schreibt das österreichische Recht vor?

Gemäß § 2 AVRAG (Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz) ist jeder Dienstgeber in Österreich verpflichtet, dem Dienstnehmer den Inhalt des Dienstvertrags schriftlich in einem Dienstzettel zu bestätigen. Darüber hinaus muss bei jeder Lohnzahlung ein Lohnzettel (Gehaltszettel) ausgehändigt werden, der Bruttobezug, alle Abzüge und den Nettobetrag ausweist. Moderne Lohnverrechnungssoftware übernimmt diese Pflichten vollständig, automatisiert und rechtssicher — inklusive elektronischer Meldungen an ÖGK und Finanzamt.

Welche gesetzlichen Grundlagen Unternehmen kennen müssen

RechtsgrundlageInhalt
AVRAG (Arbeitsvertragsrechts-Anpassungsgesetz)Regelt den Dienstzettel (Pflichtinhalt des Dienstvertrags), Arbeitnehmerüberlassung und Betriebsübergang. Zentral für die korrekte Abbildung von Dienstverhältnissen.
ArbVG (Arbeitsverfassungsgesetz)Betriebsratsrechte, kollektive Rechtsgestaltung (Kollektivvertrag), Mitbestimmungsrechte bei personellen Maßnahmen. Relevant für KV-Abbildung in der Lohnsoftware.
ASVG (Allgemeines Sozialversicherungsgesetz)Pflichtversicherung: Dienstnehmer- und Dienstgeberanteil zur Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung. Meldepflicht an die ÖGK. Beitragssätze werden jährlich aktualisiert.
Kollektivvertrag (KV)Branchenspezifische Mindestlöhne, Sonderzahlungen (Urlaubs- und Weihnachtsgeld), Überstundenregelungen und Zuschläge. In Österreich für die meisten Branchen verpflichtend. Muss in der Lohnsoftware vollständig abgebildet sein.
Lohnsteuerrecht (EStG)Lohnsteuerberechnung nach Tarif, Absetzbeträge (z.B. Verkehrsabsetzbetrag, Pensionistenabsetzbetrag), Lohnsteuerausgleich und Arbeitnehmerveranlagung.
Dienstgeberbeitrag (DB) / DZDB (4,5 % der Bruttolohnsumme) an den Familienlastenausgleichsfonds (FLAF) sowie DZ (Zuschlag zum DB) an die jeweilige Wirtschaftskammer (WKO) sind monatlich abzuführen.
DSGVO / DSGÖsterreich hat die DSGVO über das nationale Datenschutzgesetz (DSG) umgesetzt. Lohnverrechnungsdaten sind besonders sensible Daten; ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) ist bei Cloud-Lösungen verpflichtend.
Kommunalsteuer (KommSt)Kommunalsteuer (3 % der Bruttolohnsumme) ist monatlich an die jeweilige Gemeinde abzuführen. Gilt für alle Dienstgeber mit Betriebsstätte in Österreich.

Welche Funktionen sollte eine Lohnverrechnungssoftware für Österreich haben?

Eine vollständige Lohnverrechnungssoftware für Österreich berechnet automatisiert Brutto- und Nettobezüge, verwaltet SV-Beiträge nach ASVG, bildet Kollektivverträge vollständig ab, übermittelt Meldungen elektronisch an ÖGK und Finanzamt, archiviert alle Dokumente revisionssicher und stellt Lohnzettel digital bereit. Moderne Systeme integrieren sich nahtlos in Zeiterfassung, Abwesenheitsmanagement und Finanzbuchhaltung.

Die sieben Schlüsselfunktionen

1. Automatisierte Lohnberechnung

Das System berechnet Brutto- und Nettobezüge vollautomatisch — für Angestellte, Arbeiter, Teilzeitkräfte, geringfügig Beschäftigte und freie Dienstnehmer. Eingebaute Plausibilitätsprüfungen erkennen Datenfehler. Digitale Assistenten unterstützen bei Sonderfällen: Lohnpfändung, Kurzarbeit, betriebliche Altersvorsorge, Mutterschutz.

2. Sozialversicherungsabrechnung (ASVG)

Die Software berechnet alle Pflichtversicherungsbeiträge nach ASVG automatisch und auf aktuellem Rechtsstand: Dienstnehmer- und Dienstgeberanteile für Kranken-, Unfall-, Pensions- und Arbeitslosenversicherung, Dienstgeberbeitrag (DB), Zuschlag zum DB (DZ) sowie Kommunalsteuer. Gesetzesänderungen werden per Software-Update automatisch berücksichtigt.

3. Kollektivvertrags-Management

In Österreich ist die korrekte Abbildung des jeweiligen Kollektivvertrags entscheidend. Gute Lohnverrechnungssoftware hinterlegt alle relevanten KV-Parameter: Mindestlöhne nach Verwendungsgruppe und Dienstjahren, Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsremuneration), Überstunden- und Mehrarbeitszuschläge sowie Nacht-, Sonn- und Feiertagszuschläge.

4. ÖGK-Meldewesen & ELDA

Gute Lohnverrechnungssoftware übermittelt alle Meldungen direkt über ELDA (Elektronischer Datenaustausch mit Sozialversicherungsträgern): An- und Abmeldungen, Monatsmeldungen (mBGM), Beitragsnachweisungen und Jahresmeldungen an die ÖGK. Die elektronische Kommunikation mit dem Finanzamt (LSTÜ, Jahreslohnzettel L16) wird ebenfalls vollständig abgebildet.

5. Zeiterfassung & Abwesenheitsmanagement

Die Integration von Zeiterfassungsdaten ist ein zentrales Qualitätsmerkmal. Überstunden, Urlaubsguthaben, Krankenstandstage und Feiertagsabgeltungen werden direkt in die Lohnberechnung übernommen. Urlaubsansprüche nach Dienstjahren und KV-Regelungen werden automatisch verwaltet.

6. Personalkosten-Monitoring & Reporting

Gute Lohnverrechnungssoftware zeigt Personalkosten auf Kostenstellen, Abteilungen und Dienstnehmergruppen aufgeschlüsselt. HR und Finanzabteilung können Lohnentwicklungen auswerten, Budgetplanungen unterstützen und detaillierte Reports erstellen — auch für Betriebsprüfungen des Finanzamts.

7. Mitarbeiter-Self-Service-Portal (ESS)

Dienstnehmer greifen über ein personalisiertes Portal auf ihre Lohnzettel zu, können persönliche Daten und Bankverbindungen aktualisieren und erhalten jederzeit Antworten zu Bezügen und Abzügen. Das entlastet die Personalverrechnung erheblich und reduziert Routineanfragen.

FunktionBasisfunktionErweiterte Funktion
LohnberechnungBrutto/Netto automatischAlle Beschäftigungsarten, Sonderfälle (KU, Pfändung, bAV)
SV-Beiträge (ASVG)Pflichtversicherung GrundberechnungAutomatische Satzanpassung, DB/DZ/KommSt
KollektivvertragGrundlohn nach KV-TabelleVollständige KV-Abbildung inkl. Zuschläge und Sonderzahlungen
ÖGK / ELDA MeldewesenAn-/Abmeldung, mBGM GrundmeldungenJahresmeldungen, LSTÜ, L16, Jahreslohnzettel
ZeiterfassungManuelle EingabeAutomatische Integration, Urlaubskontenverwaltung nach KV
ReportingStandard-LohnberichteKostenstellen, Lohnentwicklung, Betriebsprüfungssicherheit
Self-ServiceLohnzettel-AbrufDatenpflege, Bankwechsel, Urlaubsbezug, Gehaltshistorie

Welche Vorteile bietet Lohnverrechnungssoftware für österreichische Unternehmen?

Lohnverrechnungssoftware entlastet österreichische Unternehmen, indem sie wiederkehrende Abrechnungsschritte automatisiert, Berechnungen vereinheitlicht und dadurch Fehlerquellen deutlich reduziert. Gleichzeitig unterstützt sie die Einhaltung relevanter Vorgaben wie AVRAG, ArbVG und ASVG und sorgt für den DSGVO-konformen Umgang mit sensiblen Dienstnehmerdaten. Besonders wichtig ist die korrekte automatische Berücksichtigung von Kollektivverträgen: Fehler bei KV-Einstufungen oder Berechnungen können hohe Nachzahlungen auslösen und das Risiko bei Prüfungen erheblich erhöhen.

1. Punktgenau und verlässlich

Lohnverrechnungssoftware sorgt dafür, dass Mitarbeitende zuverlässig, fristgerecht und korrekt bezahlt werden. Dabei berücksichtigt sie auch variable Faktoren wie Urlaube, Krankenstände oder neue gesetzliche Vorgaben, ohne dass die Abrechnung dadurch ins Stocken gerät.

2. Effizienz, die Zeit gewinnt

Moderne Lohnverrechnungssoftware spart Unternehmen jeden Monat Stunden an Bearbeitungszeit. Routineaufgaben — von der Berechnung bis zur Überweisung und den ÖGK-Meldungen — werden automatisch erledigt.

3. Weniger Fehler, mehr Sicherheit

Automatisierte Berechnungslogiken und klar hinterlegte Regeln reduzieren typische Abrechnungsfehler deutlich. Sozialversicherungsbeiträge, Ansprüche aus Kollektivverträgen und Lohnsteuerabzüge werden systemseitig korrekt ermittelt, ohne dass manuelle Kontrollrechnungen erforderlich sind.

4. Gesetzliche Rechtssicherheit

Gute Lohnverrechnungssoftware wird laufend aktualisiert: neue ASVG-Beitragssätze, KV-Lohnerhöhungen, Änderungen im Lohnsteuerrecht. So bleibt Ihr Unternehmen stets compliant — ohne manuelle Eingriffe durch die Personalverrechnung.

5. Personalkosten klar im Blick

Personalkosten sind der größte Ausgabenblock der meisten Unternehmen. Lohnverrechnungssoftware liefert Echtzeit-Einblicke in Personalkosten nach Kostenstelle, Abteilung und Dienstnehmergruppe.

6. Verlässliche Datensicherheit nach DSGVO

Lohnverrechnungen umfassen besonders schützenswerte personenbezogene Informationen. Eine professionelle Lohnverrechnungssoftware sorgt deshalb für eine sichere, verschlüsselte Ablage aller Dokumente auf Servern innerhalb der EU und verarbeitet die Daten im Einklang mit der DSGVO. Wird eine Cloud-Lösung eingesetzt, sollte zudem ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) mit dem Anbieter verbindlich abgeschlossen werden.

7. Skalierbarkeit

Bei Unternehmenswachstum oder zusätzlichen Kollektivverträgen passt die Lohnverrechnungssoftware die relevanten Abrechnungsregeln automatisch an. Neue Dienstnehmer müssen dadurch nicht jedes Mal manuell einzeln konfiguriert werden.

Cloudbasierte Lohnverrechnung: Die Vorteile

Cloudbasierte Lohnverrechnungssoftware (SaaS) wird über das Internet bereitgestellt, auf Servern des Anbieters gehostet und laufend aktualisiert — ohne eigene IT-Infrastruktur. Da sich die österreichischen Lohnverrechnungsanforderungen regelmäßig ändern (ASVG-Sätze, KV-Anpassungen, Lohnsteuerrecht), ist die automatische Gesetzesanpassung der größte Vorteil cloudbasierter Systeme.

Rechtskonformität automatisch sichern

Automatische Updates für ASVG-Beiträge und Kollektivvertragserhöhungen – ohne manuellen Aufwand in der Personalverrechnung.

Einfache Skalierbarkeit

Cloud-Lösungen skalieren problemlos: ob 10 oder 5.000 Dienstnehmer, ob neue Standorte oder neue Kollektivverträge hinzukommen — das System bleibt einfach bedienbar.

Personal strategisch steuern

Cloud-Systeme ermöglichen die Auswertung standortübergreifender Lohndaten — für einen Gesamtüberblick über Personalkosten und eine fundierte Vergütungsstrategie.

Geringere IT-Kosten

Cloudbasierte Lohnverrechnungssoftware erfordert keine eigene Server-Infrastruktur. Das reduziert die Gesamtbetriebskosten erheblich — besonders für KMU ohne eigene IT-Abteilung.

Ortsunabhängiger Zugriff

HR-Teams und Mitarbeitende können Lohnzettel bequem per Browser oder App abrufen – unabhängig davon, wo sie arbeiten oder welches Gerät sie nutzen. Das ist besonders praktisch für Unternehmen mit verteilten Standorten, mobilen Mitarbeitenden oder Remote-Teams.

Inhouse, Steuerberater oder Outsourcing?

Für die Lohnverrechnung in Österreich stehen Unternehmen grundsätzlich drei Wege offen: Sie können die Abrechnung intern (Inhouse) mit eigener Software durchführen und behalten damit maximale Kontrolle sowie effiziente Prozesse. Alternativ lässt sich die Lohnverrechnung an eine Steuerberatung oder ein spezialisiertes Lohnverrechnungsbüro auslagern, wodurch externe Expertise genutzt wird und die Kosten meist pro Abrechnung anfallen. Für komplexere Organisationsstrukturen oder internationale Beschäftigungsverhältnisse kommt zudem ein Full-Service-Outsourcing über spezialisierte Payroll-Dienstleister infrage. Welche Variante am besten passt, richtet sich vor allem nach Unternehmensgröße, verfügbaren internen Ressourcen und der Komplexität der jeweiligen Lohn- und Beschäftigungsstruktur.

KriteriumOption 1: InhouseOption 2: Steuerberater / LohnbüroOption 3: Full-Service Outsourcing (BPO)
KontrolleVolle Kontrolle über Daten und ProzesseAbhängigkeit vom externen PartnerTeildelegation der Datenkontrolle
RechtssicherheitEigene Verantwortung — laufende Updates nötigFachkompetenz des SteuerberatersVollständige Auslagerung des Compliance-Risikos
Kosten (laufend)Lizenzgebühr der Software (skalierbar)€ 15–35 pro Abrechnung (marktüblich)Vertragsbasiert
FlexibilitätHoch — individuell anpassbarBegrenzt — abhängig vom AnbieterHoch — saisonal skalierbar
Geeignet fürKMU mit wachsender DienstnehmerzahlKleinstunternehmen, GründerKomplexe Strukturen, internationale DN
FIBU-SchnittstelleBMD-/RZL-Schnittstelle vereinfacht ÜbergabeStandard bei Steuerberater-NutzungIndividuell vertraglich geregelt

Hinweis für die österreichische Praxis: Die Integration mit den in Österreich verbreiteten Steuerberatungssystemen BMD und RZL ist bei der Software-Auswahl ein wichtiges Kriterium — insbesondere wenn Sie mit einem externen Steuerberater zusammenarbeiten. Fragen Sie bei der Evaluierung explizit nach diesen Schnittstellen.

KMU oder Großunternehmen: Welche Lohnverrechnungssoftware passt?

Kleine und mittlere Unternehmen in Österreich benötigen einfach bedienbare, kostengünstige Cloud-Lösungen mit automatisierter Grundfunktionalität, KV-Verwaltung und integrierter Zeiterfassung. Große Unternehmen und Konzerne brauchen skalierbare Systeme mit individueller KV-Anpassbarkeit, vollständigem ÖGK-Meldewesen, ERP-Integration und umfassenden Reporting-Tools für mehrere Standorte.

KriteriumKMU (bis ca. 250 DN)Mittelstand / Großunternehmen
BenutzeroberflächeIntuitiv, minimaler SchulungsaufwandKonfigurierbar, rollenspezifisch
KostenCloud SaaS, günstige monatliche Lizenz in EUREnterprise-Lizenz oder On-Premise
AutomatisierungStandard KV-Berechnungen, Grundmeldewesen ÖGKAlle KV-Sonderfälle, komplexe Zuschlagsregelungen
SkalierbarkeitModularer Einstieg, Erweiterung möglichMuss mit tausenden DN und Standorten skalieren
ERP-IntegrationOptional / begrenztUnverzichtbar (SAP, Oracle u.a.)
Compliance & ReportingStandard-Reports, DSGVO, ÖGK-MeldungenMulti-Standort, Betriebsprüfungssicherheit, International
SupportOnline, Chat, Standard-HotlineDedizierter Ansprechpartner, SLA

KI in der Lohnverrechnung: Was sich jetzt verändert

Künstliche Intelligenz sorgt in modernen Lohnverrechnungssystemen für deutlich intelligentere und effizientere Payroll-Prozesse. KI-basierte Funktionen können Auffälligkeiten in Abrechnungen früh erkennen, anspruchsvolle Sonderfälle aus Kollektivverträgen automatisiert verarbeiten, Muster in Personalkosten auswerten und verlässliche Prognosen für die strategische Personal- und Budgetplanung bereitstellen.

Abweichungen sofort im Blick

KI-gestützte Systeme prüfen Lohnverrechnungsdaten laufend auf Auffälligkeiten. Ungewöhnliche Lohnveränderungen, unvollständige Pflichtangaben oder widersprüchliche Daten aus der Zeiterfassung werden automatisch erkannt, hervorgehoben und zur weiteren Kontrolle an die zuständigen Personen weitergeleitet.

Personalkosten frühzeitig prognostizieren

KI kann auf Basis vergangener Lohndaten zukünftige Personalkosten berechnen und Entwicklungen frühzeitig sichtbar machen. Gleichzeitig lassen sich Einspar- oder Optimierungspotenziale erkennen, sodass die Budgetplanung nicht auf Schätzungen, sondern auf belastbaren Daten und Prognosen aufbaut.

Automatisierung von KV-Sonderberechnungen

Komplexe österreichische Sonderfälle wie Überstundenentgeltnachzahlungen, Abfertigungsberechnungen (Abfertigung alt/neu), Urlaubsersatzleistungen oder Kurzarbeitszuschüsse werden von KI-gestützten Systemen zuverlässig korrekt abgerechnet.

Compliance in Echtzeit sichern

KI-gestützte Lohnverrechnungssysteme halten abrechnungsrelevante Vorgaben kontinuierlich im Blick. Änderungen wie neue ASVG-Beitragssätze, Anpassungen in Kollektivverträgen oder aktualisierte DSGVO-Anforderungen werden automatisch berücksichtigt und direkt in die Berechnungslogik übernommen.

Worauf sollte ich bei der Auswahl einer Lohnverrechnungssoftware für Österreich achten?

Die richtige Lohnverrechnungssoftware für Österreich zeichnet sich aus durch: vollständige ASVG-Beitragsabrechnung, umfassendes Kollektivvertrags-Management, ÖGK-Meldewesen via ELDA, DSGVO-Konformität, BMD/RZL/SAP-Schnittstellen sowie regelmäßige Updates bei Gesetzesänderungen. Ein Mitarbeiter-Self-Service-Portal und ein deutschsprachiger Support runden das Anforderungsprofil ab.

KriteriumWas Sie prüfen sollten
ASVG-BeitragsabrechnungVollständige Berechnung aller SV-Beiträge (DN+DG-Anteil); DB/DZ; Kommunalsteuer; automatische Satzanpassungen
Kollektivvertrags-ManagementVollständige Abbildung des relevanten KV: Mindestlöhne nach Verwendungsgruppe, Sonderzahlungen, Zuschläge
ÖGK / ELDA MeldewesenAn-/Abmeldungen, monatliche Beitragsnachweisungen (mBGM), Jahresmeldungen vollständig und automatisch
DSGVO-KonformitätEU-Serverhosting, AVV-Abschluss, ISO 27001, rollenbasierte Zugriffssteuerung
Schnittstellen (bidirektional)BMD, RZL, SAP, Zeiterfassung — Datenfluss ohne manuelle Doppelpflege
AutomatisierungsgradPlausibilitätsprüfungen, Assistenten für Sonderfälle, automatische Urlaubskontenverwaltung nach KV
Self-Service-PortalDienstnehmerzugang zu Lohnzetteln, Datenpflege, Bankwechsel, Dokumentendownload
BenutzerfreundlichkeitIntuitives Interface, kurze Einarbeitung, deutschsprachiger Support
Regelmäßige UpdatesGesetzesänderungen (ASVG, KV, Lohnsteuer) werden automatisch eingespielt
Support-QualitätÖsterreichspezifischer Fachsupport, persönlicher Ansprechpartner, definierte Reaktionszeiten

HRNeeds-Gründer Claus Nielsen betont: „Ein oft unterschätzter Punkt ist die subjektive Benutzerfreundlichkeit: Gefällt mir das System? Kann ich damit arbeiten? Die beste Lohnverrechnungssoftware nützt nichts, wenn sie von den HR-Mitarbeitenden im Alltag gemieden wird, weil das Interface mühsam ist. Usability entscheidet über Adoption — und Adoption entscheidet über den tatsächlichen Nutzen.“

Lohnverrechnungssoftware für Österreich auf HRNeeds vergleichen: So finden Sie Ihre Lösung

HRNeeds ist eines der führenden unabhängigen Vergleichsportale für HR-Software in der DACH-Region. Mit über 100 Lösungen ermöglichen wir österreichischen Unternehmen einen anbieterunabhängigen, kostenlosen Softwarevergleich — ohne Provisionsmodelle oder Anbieterinteressen.

So unterstützt HRNeeds Österreich Ihre Suche:

  • Unabhängiger, provisionsfreier Vergleich von über 100 Lösungen für Österreich
  • Strukturiertes Filter-Tool für alle wesentlichen Entscheidungskriterien
  • Kostenlose Expertenberatung — abgestimmt auf Ihre Unternehmensanforderungen
  • Abdeckung AT, DE, CH und ganz Europa

Vergleich ausgewählter Anbieter von Lohnverrechnungssoftware

AnbieterVLRCSIREBFEXBAKGesamtKurzbegründung
SD Worx GmbH11222211,5Sehr stark in Payroll-Erfahrung, Compliance und Outsourcing.
Infoniqa Österreich GmbH22222312Breites Payroll-Angebot mit SaaS-, Outsourcing- und DACH-Fokus.
Abacus Umantis GmbH32222212Sehr starke HR-Suite und Talentmanagement-Lösung im DACH-Raum. Payroll primär über Abacus Business Software bzw. Partnerlösungen, daher weniger Payroll-Fokus als spezialisierte Anbieter. Gute Integrationsfähigkeit und Cloud-Architektur.
moonsoft HR Solutions GmbH22223132,1Österreichischer Spezialist für Personalverrechnung und HR-Prozesse. Starke lokale Gesetzes- und Kollektivvertragskompetenz, gute Integration von Payroll und Zeitwirtschaft. Weniger Skalierung und internationale Erfahrung als SD Worx oder Infoniqa, dafür hohe Nähe zum österreichischen Mittelstand und persönlicher Support.

Die Anbieter in der Bewertungsmatrix liegen qualitativ sehr nah beieinander, da HRNeeds bei der Auswahl konsequent auf leistungsstarke und etablierte Lösungen setzt. Die Bewertungen basieren auf objektiven Kriterien und dienen ausschließlich als Orientierung. Eine finale Softwareempfehlung erfolgt daher immer individuell auf Basis der konkreten Kundenanforderungen, Prozesse und Ziele, um die bestmögliche und passgenaue Lösung zu identifizieren.

Kriterienlegende

KürzelKriterium
VLVerrechnungslogik
RCRecht & Compliance
SISchnittstellen
REReporting
BFBenutzerfreundlichkeit
EXBExterne Bewertung
AKMarktdurchdringung (Anzahl Kundenstamm)

Externe Bewertung

NoteBewertungBedeutung
1Sehr gut4,5 – 5 Sterne
2Gut3,5 – 4,4 Sterne
3Befriedigend2,5 – 3,4 Sterne
4Ausreichend1,0 – 2,4 Sterne
5Mangelhaft< 1 Stern

Marktdurchdringung (Anzahl Kundenstamm)

NoteBewertungBedeutung
1Sehr gut> 750
2Gut> 500
3Befriedigend> 250
4Ausreichend> 100
5Mangelhaft< 100

Häufig gestellte Fragen: Lohnverrechnungssoftware in Österreich

Lohnverrechnungssoftware ist eine digitale Lösung, die die Berechnung und Verarbeitung von Löhnen und Gehältern automatisiert. Sie berechnet Brutto- und Nettobezüge, verwaltet SV-Beiträge nach ASVG, bildet Kollektivverträge ab, übermittelt Meldungen via ELDA an die ÖGK, erstellt Lohnzettel und stellt alle Lohndokumente digital bereit.

Ein Lohnzettel (Gehaltszettel) in Österreich muss enthalten: den Bruttobezug, alle Abzüge (SV-Beiträge nach ASVG, Lohnsteuer, allfällige Exekutionsabzüge) sowie den Nettobezug. Zusätzlich sind Sonderzahlungen (Urlaubsgeld, Weihnachtsremuneration) gesondert auszuweisen. Für die Steuererklärung wird jährlich ein L16 (Jahreslohnzettel) an das Finanzamt übermittelt.

Der Kollektivvertrag (KV) ist eine zwischen Arbeitgeberverbänden (WKO) und Arbeitnehmervertretungen (ÖGB) ausgehandelte branchenspezifische Vereinbarung, die Mindestlöhne, Sonderzahlungen, Zuschläge und Arbeitszeitregelungen festlegt. In Österreich gilt für die meisten Branchen ein KV. Gute Lohnverrechnungssoftware bildet die relevanten KV-Parameter vollständig ab — einschließlich jährlicher Lohnerhöhungen und Sonderregelungen.

ELDA (Elektronischer Datenaustausch mit dem Sozialversicherungsträger) ist die Plattform der österreichischen Sozialversicherung für die elektronische Übermittlung von Meldungen. Über ELDA werden An- und Abmeldungen, monatliche Beitragsnachweisungen (mBGM) und Jahresmeldungen an die ÖGK übermittelt. Gute Lohnverrechnungssoftware für Österreich ist direkt mit ELDA integriert und übermittelt alle Meldungen automatisch.

Lohnverrechnungsunterlagen müssen in Österreich gemäß § 132 BAO (Bundesabgabenordnung) in der Regel 7 Jahre aufbewahrt werden. Für SV-relevante Unterlagen gelten zusätzliche Aufbewahrungspflichten gegenüber der ÖGK. Gute Lohnverrechnungssoftware archiviert alle Dokumente automatisch und rechtssicher.

Die Preise variieren je nach Anbieter und Unternehmensgröße erheblich. Cloud-Lohnverrechnungssoftware für KMU in Österreich beginnt typischerweise bei € 10–25 pro Dienstnehmer und Monat. Für mittlere Unternehmen liegen die Kosten bei € 20–60 pro Dienstnehmer und Monat — je nach Funktionsumfang und KV-Komplexität. Enterprise-Lösungen und BPO-Services werden vertragsbasiert abgerechnet. HRNeeds bietet einen kostenlosen, unabhängigen Vergleich aller Preisstufen.

In Österreich wird der Begriff ‚Lohnverrechnung‘ bevorzugt verwendet und umfasst den gesamten Prozess der Gehaltsberechnung, SV-Meldungen, Steuerabführung und Dokumentation. ‚Lohnabrechnung‘ ist ein in Deutschland häufigerer Begriff und bezeichnet im Wesentlichen denselben Prozess. In der österreichischen HR-Praxis und im Softwaremarkt wird ‚Lohnverrechnung‘ als Fachbegriff verwendet.

Ja — viele führende Lohnverrechnungslösungen für Österreich bieten direkte Schnittstellen zu den in Österreich verbreiteten Steuerberatungssystemen BMD und RZL. Diese Schnittstellen sind besonders wichtig, wenn Sie mit einem externen Steuerberater zusammenarbeiten, da sie die manuelle Doppelpflege eliminieren. Fragen Sie bei der Evaluierung explizit nach BMD- und RZL-Schnittstellen.

Ja — Österreich hat die DSGVO über das nationale Datenschutzgesetz (DSG 2018) umgesetzt. Die DSGVO gilt in Österreich unmittelbar. Lohnverrechnungsdaten sind besonders sensible personenbezogene Daten. Bei der Nutzung von Cloud-Lohnverrechnungssoftware ist ein Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) Pflicht. Serverseitig ist EU-Hosting oder ein Standardvertragsklauselwerk (SCC) erforderlich.